Der Herbst ist da. Das bedeutet viele raschelnde Blätter, bunte Wälder, Drachensteigen, Kastaniensammeln und mit Zahnstochern kleine Kastanienmännchen basteln. Die meisten von uns freuen sich sicherlich auch schon auf gemütliche Abendstunden auf der Couch mit Buch und Decke und Tee.

 

Was leider auch oft dazugehört – Schnupfen, Husten, Kopfschmerzen und steife Gelenke. Der Körper merkt es sofort, wenn die Wärme des Sommers weg ist und statt dessen von Kälte und Nässe umgeben ist. Außerdem wird es nun rasant dunkler, und das frühmorgendliche Aufstehen fällt immer schwerer. Da leiden auch schon mal die schön antrainierten sommerlichen Routinen (frühmorgendlicher Spaziergang/Joggen, Yoga-Sonnengrüße, Zitronenwasser und Meditation auf der Terrasse).

 

AYURVEDA

 

Im Ayurveda gibt es verschiedene Doshas – verschiedene Körpertypen – bei denen die Elemente unterschiedlich ausgeprägt sind:

 

Vata (Luft, Äther)

Pitt (Feuer)

Kapha (Erde, Wasser)

 

Einen schönen Artikel über die verschiedenen Doshas im Ayurveda gibt es hier bei Yogaeasy.

 

Im Herbst beginnt VATA vorzuherrschen. Der Wind im außen verstärkt auch die Winde im Innern, was Verdauungsbeschwerden, Frieren und Gelenksprobleme verursachen kann. Auch hier kann Yoga unterstützend wirken, z.B. mit den PAWANMUKTASANA-Übungen (siehe unten).

 

WAS DU TUN KANNST
 

Die gute Nachricht ist – wir können aktiv etwas für unsere Gesundheit tun! Du wirst jetzt sagen: „Das weiß ich zwar – aber ob ich es dann tatsächlich mache, steht auf einem anderen Blatt.“

 

Keine Sorge – ich muss nur von mir ausgehen und sehe, wie wenig Zeit ich habe und wie viel doch im Alltag mit Beruf und Kindern aufläuft.

Die folgenden Vorschläge sind also bewusst knackig kurz gehalten und so gestaltet, dass du sie über den Tag hinweg verteilt üben kannst. Es ist so gedacht wie drei kleine Häppchen, nicht wie ein großer Brocken, der schwer zu verdauen ist.

 

Bist du bereit?

 

Los gehts 🎢

 

Yoga im Herbst

 

MORGENS VOR DEM AUFSTEHEN
 

Wenn du aufwachst, dann bleibe noch kurz liegen.

 

Überlege dir, was der Tag heute bringen wird.

 

Versuche, das Gefühl der DANKBARKEIT in dir hervorzurufen – Dankbarkeit für die schönen Dinge, die der Tag bringen wird und Dankbarkeit für die Herausforderungen, die uns vielleicht verunsichern, aber aus denen wir lernen werden. Wenn du möchtest, kannst du auch hier ein kleines Gebet sprechen oder ein Sankalpa, eine Intention für den Tag setzen (Beispiel für ein Sankalpa: „Ich werde heute gesund und mit einer tollen Ausstrahlung durch den Tag gehen.“)

 

Noch im Bett liegend kannst du die folgenden Übungen machen:

 

1. Winkel die Beine an und lasse die Knie sanft von rechts nach links schaukeln. Dabei atme tief in den Bauch ein und aus.
2. Ziehe dein rechtes Knie zur Brust hoch und umfasse das Knie. Lasse dein linkes Bein locker ausgestreckt liegen. Bleibe hier für 5-10 Atemzüge und wechsle dann die Seite.
3. Strecke deine Arme lang über den Kopf und deine Beine lang von dir Weg. Habe das Gefühl, dass du deinen Körper maximal in die Länge ziehst!

 

Dann stehe auf und MACHE DEIN BETT. Klingt simpel – und wird deinen ganzen Tag positiv beeinflussen. Wenn du überhaupt keine Zeit hast, dann lasse die Yogaübungen weg und mache NUR dein Bett. Das ist wichtiger 🙏🏼

 

MITTAGS NACH DEM ESSEN
 

Nach dem Mittagessen gönne dir 5 Minuten Ruhe. Einfach NICHTS machen. Ich könnte auch sagen – meditiere für 5 Minuten. Aber mit dem Nichts-Machen nimmst du dir den Druck weg.

 

Am Ende meditierst du? Super. Du hattest viele Gedanken im Kopf? Kein Problem. Nach drei Minuten hattest du plötzlich dein Handy in der Hand und beantwortest die ganzen WhatsApp? Kann mal passieren 😉

Trotzdem – trage dir die 5 Minuten in deinen Terminkalender ein. Wenn du mit deinem Chef, dem Finanzamt, deinem Arzt sprichst, dann nimmst du dir ja auch Zeit.

 

Die 5 Minuten Stille zwischendrin sind wichtig!

 

ABENDS VOR DEM ZU BETT GEHEN
 

Irgendwann abends bewege dich nochmal. Vielleicht ein Spaziergang, Fitnessstudio, Tanzen oder eine Yoga-Einheit (auf Insight Yoga on Demand gibts jetzt übrigens ganz neu ein schönes neues Herbst-Video mit Ofenfeuer und Kürbisdeko :-))

 

HUMAN DESIGN
 

Kennst du eigentlich schon dein Human Design Chart? Du kannst es hier kostenlos ausrechnen:

>> Free Human Design Chart

 

Wenn du ein Generator oder Manifesting Generator bist, dann solltest du ruhig etwas mehr Sport treiben, damit du angenehm ausgepowert ins Bett fällst.

 

Wenn du ein Projektor, Manifestor oder Reflektor bist, dann ist es besser, wenn du dich abends nur noch ganz sanft bewegst und dich nicht mehr dolle anstrengst. Mache dann bewusst etwas ruhiges vor dem Schlafen gehen, z.B. lies etwas oder schreibe Tagebuch.

 

YOGA – PAWANMUKTASANA REIHE
 

Für alle Menschen ist die Pawanmuktasana-Reihe ideal für den Abend – und für den Herbst insbesondere – geeignet.

Eine Video-Anleitung findest du auf YouTube:

 

>>Klick: Pawanmuktasana-Übungen für die Gelenke

 

Ich wünsche dir einen wunderbaren Herbst, 

Deine Julia

 

Share:

Share on facebook
Facebook
Share on twitter
Twitter
Share on pinterest
Pinterest
Share on linkedin
LinkedIn
No Comments

Post A Comment

Related Posts

Yoga im Herbst

Der Herbst ist da. Das bedeutet viele raschelnde Blätter, bunte Wälder, Drachensteigen, Kastaniensammeln und mit Zahnstochern kleine Kastanienmännchen basteln. Die meisten von uns freuen sich sicherlich auch schon auf gemütliche Abendstunden auf der Couch mit Buch und Decke und Tee. Was leider auch oft dazugehört

„Das Leben ist schön.“ Leben mit einer Angsterkrankung

„Das Leben ist schön!“ Kann dieser Satz von einem Menschen mit einer Angsterkrankung stammen? Ja. Denn es muss in unser Bewusstsein rücken, dass Angst nicht krankhaft sein muss, wenn wir sie annehmen und die Macht, die auf ihrer Bedeutung liegt, besänftigen und abstreichen. Im Sanskrit

Die 6 Yogawege

Die 6 Yoga Wege – Eine Begriffsabgrenzung für Anfänger

Welche Yoga Wege gibt es? Welche Yoga Art ist die richtige für mich? Und spielt es überhaupt eine Rolle, ob man im Yoga von „Arten“, „Stilen“, „Pfaden“ oder „Yoga Wegen“ spricht? Im letzten Beitrag über die Grundlagen des Yogasutra nach Patanjali hatte ich zum Beispiel